Verfasst von: gretaarktis | Januar 24, 2010

Hasta la vista Peru

Zunächst einmal: ENTSCHULDIGUNG, dass ich mich so lang nicht mehr gemeldet habe. Ich hoffe niemand hat sich Sorgen darum gemacht, dass ich mich in Inkaruinen verlaufen habe oder von Limagangs überfallen wurde. Nein ganz im Gegenteil, ich sitze heile und (fast) gesund in Dorsten auf meinem altem, sauberem Schreibtischstuhl und bin unversehrt und glücklich wieder zurück nach Hause gekommen.

Nun bin ich bereits zwei Wochen wieder da un genieße die Vorzüge eines deutschen Lebens… saubere Straßen, Privatautos, keine Angst vor Überfällen, Essen, das mir keinen Durchfall bereitet, nicht ständig wegen meiner Haut- oder Haarfarbe angestiert werden und muss auch schon direkt wieder so richtig an meine Uniplanungen. Ich werde ab Oktober in Dortmund Journalistik studieren – so wie ich es mir auch gewünscht hatte. Dann gehts von Lima Barrios Altos ab nach Dortmund Nordstadt an den Borsigplatz, wo ich wahrscheinlich wohnen werde  ( Die Nordstadt wird in Dortmund ungefähr so eingestuft, wie in Lima der Stadtteil Barrios Altos, wo ich gelebt habe, jedoch mache ich mir da nicht so große Sorgen… Wenn die Leute hier erstmal nach Barrios Altos kommen, werden sie sehen, dass der Borsigplatz ein Kinderspielplatz ist . ;) ).

Die letzten paar Wochen waren noch einmal sehr intensiv und schön. Meine Schwester kam und hat noch drei Wochen mit mir im Hogar gearbeitet. Anschließend ging es an den sonnigen Strand in Mancora, wo wir uns von den Strapazen und dem Stress Limas erholten, bevor wir zwei Nächte hintereinander 16 Stunden im Bus saßen, um nach Arequipa zu fahren. Dort bewunderten wir die wunderschöne Altstadt und das Kloster Santa Catalina, schlenderten durch die schönen Straßen Arequipas und aßen Hühnersuppe wie die Weltmeister (unser Magen vertrug mal wieder nichts anderes).

Von dort aus ging es dann weiter hoch nach Puno und zum Titicacasee. Mich erwischte es dort sehr mit der “Höhenkrankheit”: Kopfschmerzen, Übelkeitsgefühl und ständiges außer Atem sein. Na ja, wenigstens hat es dem “Touristenarzt” was genutzt, der mich völlig übers Ohr gehauen hat und mir 130 Soles aus der Tasche zog für den Ratschlag mich weniger anzustrengen und ein Antibiotikum, das er mir für drei Tage verschrieb (Ich: “Ich vertrage kein Antibiotilum, können Sie mir nicht etwas anderes verschreiben?” Arzt: “Nein, nein, das ist kein Problem, nur für drei Tage müssen Sie das Antibiotikum nehmen.” Ich:”Man nimmt doch normalerweise kein Antibiotikum für drei Tage, ich dachte man muss es über eine längere Zeit nehmen.” Arzt:”Achso ja, wenn das so ist… Nehmen sie doch noch eine Packung, dann können Sie es noch vier Tage länger einnehmen.” – Dass die Pillenpackung noch unbenutzt bei mir im Kulturbeutel liegt, muss ich ja wohl nicht dazu erwähnen…).

In Puno verbrachten wir zwei wunderschöne Tage und eine eiskalte Nacht auf den Inseln des Titicacasees im Hause einer sehr armen und freundlichen Gastfamilie. Auch durften wir über die von der Kultur der Uros selbst gebauten schwimmenden Schilfinseln schwanken…

Langsam näherte sich unser Abenteur seinem Höhepunkt hin zu. Als es dann im waghalsigem Tempo durch Berge, Urwald, über aus Holzbrettern gefertigte, zwei Meter breite Brücken ging, das Auto an Kurven mit einem 500m tiefen Abgrund vorbeiraste und wir letzendlich mit einer Reifenpanne und ganz viel Adrenalin im Blut in Aguas Caliente oder auch Machu Picchu Town ankamen. (Das Geld für einen geplanten Bugee-Jumping-Sprung konnte ich mir nach dieser Anfahrt sparen.)
Von Machu Picchu hatte ich persönlich nicht sehr viel erwatet, da auch das Motiv nach einem halben Jahr Peru sehr abgelutscht war – Man traf es ja schließlich an jeder Plakatwand und auf jeder Schokoladenpackung bis hin zum Klopapier wieder. Doch ich kann wirklich sagen, dass von Machu Picchu nicht zu viel versprochen wird. Mitten in den bewaldeten Bergen, fernab von großen Städten und total mystisch liegt es im Urwald und obwohl täglich tausende Touristen durchlatschen sieht es so aus, als ob die Inka noch gestern durch die Mauern huschten.

Anschließend flog ich dann noch mit meiner Schwester nach Iquitos, in den Amazonasurwald Perus, wo wir auf Faultiere, Schlangen, Affen, Minikrokodile, Troncodilos usw usf stießen… Leider auch auf eine Menge Mücken und diese wiederum labten sich an dem ausländischen Blut, das wir mitbrachten.

Joa… und nun sitze ich wieder hier. Meine Zeit in Peru ist nun vorbei…
Ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich bei allen meinen Unterstützern bedanken. Ohne Euch und Sie wäre dies alles niemals möglich gewesen. Von dem gespendeten Geld ist sogar noch etwas übrig geblieben, da ich im Hogar sehr sparsam leben konnte und somit können wir dieses noch für weitere Projekte in Zukunft, sehr wahrscheinlich auch für den Hogar San Camilo, benutzen. Im Moment ist die Peru Hilfe sehr beschäftigt mit der Verschickung von mehreren Containern, voll mit Kleidung, Computern, Nähmaschinen und anderen nützlichen Dingen.

Verfasst von: gretaarktis | August 23, 2009

Maxiwochen

Meine letzten sechs Wochen in Peru war ich nicht allein, denn meine Schwetser Maxi kam mich abholen.

Unter Rubrik “Mails” kann man mehr dazu lesen, auch werde ich in Zukunft noch ein paar genauere Berichte von unseren letzten Erfahrungen in den Blog einstellen. Nun nur ein paar Fotos.

maxi hogar

Meine Schwester mit den Kindern vom Hogar San Camilo

Kokos

Maxi und Greta am Strand  von Mancora. Kokoswasser.

Uros

Die schwimmenden Inseln der Uroskultur auf dem Titicacasee.

Taquile

Titicacasee. Ausblick von der Insel Taquile.

kalt puno

Frühstück bei unserer Gastfamilie auf einer Insel des Titicacasees – Amantaní.

Auto

Autopanne auf dem Weg zu Machu Picchu.

Machu Picchu

Machu Picchu

Baum

Riesenbaum im Urwald

Verfasst von: gretaarktis | Juni 30, 2009

Meine Arbeit im Hogar Teil II

PMA – Programa Mundial de Alimentos

World Food Programme

Welt Ernährungsprogramm

JEDES JAHR STERBEN MEHR MENSCHEN AN HUNGER ALS AN AIDS, MALARIA UND TUBERKULOSE ZUSAMMEN.

reissack

Jeden Monat kommen alle Familien aus allen Programmen des Hogars sowie verschiedene HIV Positive aus Krankenhäusern Limas  in den Hogar, um sich ihre monatliche Ration von Nahrung, die von der UNO gestellt wird, abzuholen.

Die Ration besteht aus:

5 Kilo Reis

arroz

5 Kilo Linsen

lenteja

1,5 Liter Speiseöl

kike aceite

und 6 Kilo fettfreiem Milchpulver

leche1

 

Alle diese Nahrungsmitteln müssen von grossen Säcken in kleinere Verpackungen verpackt werden. Die Milch kommt in spezielle Behälter, die die Familien monatlich sauber und trocken (dies scheint nicht besonders einfach zu sein…) mitbringen müssen (das mitbringen auch nicht…).

leche

Hier bin ich dabei die Behälter zu füllen.

bidones

und so sieht man anschliessend aus:

danach

Meine Hauptaufgabe ist aber eigentlich, das Wiegen der Personen, die zum Abholen kommen. Jeden Monat notieren wir deren Gewicht und Grösse, um feststellen zu können, ob das Projekt funktioniert. Ebenfalls müssen die Familien 50 Centavos bezahlen (ungefähr 10 Cents) für die Verpackungen.

Manchmal ist auch Rosa dabei:

Rosa Karteen Wiegen

Ab diesem Monat ist das Welternährungsprogramm vorbei. Für die Familien ist das natürlich eine riesengorsse Umstellung und es wird grossen Einfluss auf ihre Gesundheit haben. Doch Peru wird seit neuestem nicht mehr als sehr armes Land angesehen, da die Wirtschaft in letzter Zeit sehr schnell gewachsen ist. Nur wird nicht bemerkt, dass von diesem Wachstum nichts bei den ganz Armen ankommt…

Besonders für HIV Positive ist eine ausgewogene, gute Ernährung sehr wichtig. Ebenfalls aufgrund der Vielzahl von Medikamenten, die die meisten nehmen, müssen sie stets einen vollen Magen haben, damit dieser nicht zerstört wird. Ebenfalls dürfen HIV-Positive kein Ceviche (roher Fisch) essen, keinerlei Alkohol, kein Essen in der Strasse, nicht Rauchen – schlicht, sie müssen ein möglichst gesundes, hygienische und stressfreies Leben leben, damit ihr CD4 so hoch wie möglich ist. 

Mit dem CD4 wird die Funktion des Immunsystems gemessen. Er gibt an wie gut das Immunsystem funktioniert. Je höher der CD4, desto besser.  

Viele HIV Positive nehmen noch keine Medikamente, da sie aufgrund ihrer gesunden Lebensweise ihre Gesundheit aufrecht erhalten. Auf diese Art und Weise können viele Personen mit der Diagnosis heutzutage ganz normal und lange leben.

Verfasst von: gretaarktis | Juni 23, 2009

Meine Arbeit im Hogar Teil I

In der nächsten Zeit werde ich Euch nun meine Arbeit hier im Hogar San Camilo vorstellen.

So gut wie jeden Tag habe ich eine andere Aufgabe.

Ich werde mit einer meiner Lieblingsaufgaben anfangen.

 

La Cuna

 

Jeden Mittwoch bin ich

 

gemeinsam mit Gloria

 

Gloria

in der Cuna.

Hier kommen die Mütter, die Mittwochs Aktivitäten und Kinderfrüherziehung im Hogar haben, mit ihren Babys hin, um sie zu wickeln oder Milch für ihre Kinder abzuholen.

Manchmal lassen die Mamas auch ihre Kinder dort und wir passen auf sie auf.

ich mit baby

Man stellt sich vor: 2 Personen für 10 schreiende Babys. Sobald eins aufhört, fängt das nächste an… Ein bisschen so wie Dominoday…

Alle Mütter, die Mittwochs in den Hogar kommen, sind HIV positiv. Bei den Babys weiss man das noch nicht so genau, da sich der genaue Test erst ab 1 1/2 Jahren machen lässt. Dies bedeutet für die Mamas hoffen und beten und so gut wie möglich auf ihre Babys aufpassen. Jeder kleinster Durchfall oder Erkältung löst dann direkt eine riesengrosse Angst aus…

baby in coche

Der Virus lässt sich auch über die Muttermilch übetragen, deshalb bekommen die Mütter wöchentlich Milchpulver im Hogar San Camilo. Für einige Babyes wäre allerdings eine bessere Milch mit mehr Vitaminen nötig, dafür fehlt leider das Geld…

Wenn ich dort in der Cuna bin, unterhalte ich mich stets mit den Müttern und bekomme ein wenig ihre Geschichten mit. Diese junge Mutter ist 17 Jahre alt:

mama mit baby

Als sie schwanger war, wusste sie bereits ihre Diagnosis und hat alle Vorkehrungen treffen können, um ihr Baby zu schützen (während der Schwangerschaft nehmen die Mütter besonders starke Medikamente, um den Virus zu unterdrücken). Damit sich der Virus bei der Geburt nicht auf das Baby überträgt, muss ein Kaiserschnitt gemacht werden. Diese Mutter hatte allerdings Pech. Sie hatte keine Zeit mehr, um rechtzeitig ins Krankenhaus zu kommen und musste somit ihr Baby auf natürliche Weise gebären. Nun heisst es nur hoffen und mit der Ungewissheit leben…

Der Grossteil der meist noch sehr jungen Mütter, erzieht ihre Kinder alleine, da der Vater entweder verstorben ist oder sich von den Socken gemacht hat. Wer Glück hat, wird von anderen Familienmitgliedern unterstützt. Dies ist allerdings sehr schwierig, da viele Familien ihre Töchter nicht mehr sehen wollen, sobald sie die Diagnosis erfahren. Der Virus wird hier als eine Krankheit von Prostituierten angesehen. Andere Mütter (nicht nur Mütter, sondern auch andere HIV Positive) erzählen es gar nicht erst und leben ihr Leben mit diesem Geheimnis, schlucken die Pillen im Geheimen und erfinden Geschichten, wenn sie ins Krankenhaus gehen müssen…

mamas und bays

Der Hogar braucht in Zukunft eine finanzielle Unterstützung, denn Gloria kommt irgendwie immer nur so wann sie Lust und Laune hat und ich bin ja jetzt auch bald weg.

Wenn die Mamas in den Hogar kommen, sollten sie die Aktivitäten machen, ohne auf ihre Babyes aufpassen zu müssen, da das die Aufmerksamkeit für die wichtigen Dinge entzieht. Aus diesem Grund will der Hogar in Zukunft ein paar Frauen engagieren, die sich um die Kinder kümmern sollen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Ebenfalls für die Milch wäre eine Unterstützung super. Bei Interesse bitte bei mir melden! Danke

otro gordito

gordito

Verfasst von: gretaarktis | Juni 11, 2009

Es fliegen die Fetzen

Proteste im Zentrum von Lima

NA TOLL!!!!

Jetzt ist endlich mal was los im Zentrum und was ist??? Ich befinde mich in San Isidro, wo die Vögel in den Bäumen zwitschern und die Welt noch in Ordnung ist.

Genau in disem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, fliegen im Zentrum von Lima in der Avenida Abancay Molotowcocktails und Rauchbomben durch die Luft. Mindestens 1000  (andere meinen mindestens 10.000) Studenten und andere Peruaner protestieren dort für die Indigenas, in der Selva Perus.

Die Avenvida Abancay ist die Avenida, die direkt vorm Kongress vorbeiführt (und nur 4 Blöcke vom Hogar San Camilo entfernt ist) . Um diese Uhrzeit (es ist gerade 17 Uhr) ist sie normalerweise überfüllt mit Bussen, Taxis und Autos.  Jetzt  ist sie voll von Peruanern, die sich ihre Regierung nicht weiter gefallen lassen wollen.

Die Proteste waren angmeldet, wurden allerdings nur bis zum Jiron Puno genehmigt (zwei Blöcke vorm Kongress), was die Protestierenden nicht besonders gross störte und sie sich weiter auf den Kongress hin zu bewegten. Dies veranlasste die Polizei dann zum Werfen von Rauchbomben. Was die Protestierenden wiederum zum Werfen von Cocktails veranlasste (die Reporterin meinte es waren Molotowcocktails, doch ich kann nicht versichern, dass das auch die Wahrheit ist, schliesslich war es ne Liveübertragung und da labern die ja schon mal gerne vor sich hin…).

Von Napa sind auch gerade zwei Reporter dort hingefahren… toll ich war gerade mein Mittagessen holen und hab es deshalb verpasst… ich Schnarchnase.

Ab morgen früh auch auf Napa dann was zu sehen: www.napa.com.pe

Verfasst von: gretaarktis | Juni 9, 2009

Heilige Fische

Felix wohnt in Chimbote … ein Synonym für diesen Satz könnte sein: Armer Felix!

Denn in Chimbote gibt es nicht so viel zu sehen. Eher riecht man hier was. Chimbote blühte einst auf Grund der Fischerei. Heute ist das Meer überfischt und der Gestank der Fischfabriken ist geblieben.

Chimbotes einzige Attraktion ist eine von Vögeln vollgeschissene Insel, die auf Grund dessen nun ganz weiss aussieht. (Hier im Hintergrund zu sehen)

feliz  y yo

Felix und ich haben uns in Deutschland kennen gelernt und sind in Brasilien Freunde geworden, da wir beide einen Schüleraustausch dort gemacht haben. Das letzte Mal habe ich ihn in Rio de Janeiro gesehen, bis mich eines Tages eine Nachricht auf studivz erreicht… Was??!!! Du bist auch in Peru?!!… und dann war ich in Chimbote

bei den gesegnetem Fischen…

Diese Fische stehen in der Kirche von Felixs Projekt (weltwärts mit AFS) und werden fast tälgich getauft…

heiilige Fische2

heilige Fische

heilige Fische3

Kurz bevor ich in Chimbote ankam, musste Felix die Fische vorm… (ähhm… das Gegenteil von Ertrinken???) erfluften… retten, da das Wasser aus dem Aquarium auslief.

Aber in dieser Kirche scheint eh nicht alles mit rechten Dingen zu zugehen…

maria

Verfasst von: gretaarktis | Juni 7, 2009

Unsere Brüder im Amazonas kämpfen für uns alle!!!

Wahrscheinlich haben es die meisten schon in den deutschen Medien mitbekommen.

Bereits seit über 50 Tagen protestieren im Nordosten Perus Indigenas gegen die peruanische Regierung, welche  den Zugriff auf grosse Teile des Amazonaswaldes für ausländische Firmen erleichtern will.

Dies bedeutet nicht nur, dass die Indigenas aus ihrem natürlichen Lebensraum verschwinden müssen, sondern auch die Ausbeutung all der dort vorhandenen Bodenschätze und die Zerstörung des Amazonasregenwaldes.

Die Zahl der Toten kann man irgendwie nicht so wirklich sagen, die einen sagen 7 Polizisten und 20 Indigenas, die anderen reden von 40, wieder andere sind schon über Hundert…

Auch Ihr könnt die Protestierenden unterstützen!!!

Nehmt Euch einen kleinen Moment Zeit, um einen Brief an den peruanischen Präsidenten Alan Garcia zu schicken!

www.amazonwatch.org/peru-action-alert.php

 

und wer noch ein paar Cents übrig hat…. :

www.amazonwatch.org/peru-protests.php

 

Denn die Ausbeutung der Bodenschätze geht nicht nur die Indigenas oder die Peruaner was an. Der Regenwald ist lebenswichtig für jeden von uns. Je weniger es davon gibt, desto schlimmer werden die Auswirkungen des Klimawandels, die wir jetzt schon spüren können. Wenn noch mehr Regenwald zerstört wird, wird es bald so gut wie unmöglich den Klimawandel aufzuhalten.

Alan Garcia benutzt die Ausrede, dass das Freikommenabkommen die Wirtschaft und den Wachstum des Landes fördern wird. Doch leider kommt vom Wachstum und Wohlstand nie etwas beim Volk an. In den letzten Jahren ist die peruanische Wirtschaft um meherer Prozente angestiegen, die Rate der in Armut lebenden Menschen blieb jedoch gleich…

 

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Verfasst von: gretaarktis | Juni 6, 2009

Verdammt ich lieb Dich!!!

Eine Freundin hat mir letztens geschrieben, dass es ihr so vorkommt, als ob ich hier nur rund um die Uhr ausgeraubt wuerde und es ueberhaupt nicht toll sei in Peru.

Ich moechte natuerlich nicht, dass Ihr diesen Eindruck bekommt, denn ICH LIEBE PERU. Yo amo Peru!!! Peru es bonito. Denn Peru ist schoen! Warum???

Weil

… es in Peru an jeder Ecke was zu Essen gibt. Leckeres Essen.

… mich in Peru alles geteilt durch vier, wenn nicht noch weniger kostet. Hier ist alles billig, das faengt beim Hotelzimmer fuer 2 Euro pro Nacht, einem zweigaenge Mittagessen mit Getraenk fuer 1,5 Euro an und hoert auf mit Kleidern fuer 5 Euro, Internet fuer 20 Cent pro Stunde, eine einstuendige Taxifahrt fuer 5 Euro, eine Busfahrt von 1000 km und 15 Stunden inklusive Abendbrot, Freuhstueck, Decke, Kissen und Filmen fuer 20 Euro, einem frisch gepresstem Orangensaft fuer 50 Cent …. usw usf auf… Mit deutschen Geld ist man in Peru reich… mit einem deutschen Gehalt sowieso.

… alle Maenner mich hier toll finden. Mit blonden Haaren und blauen Augen hat man hier einfach einen Vorteil… leider kann sich dieser vermeintliche Vorteil auch sehr schnell in ein extrem grosses Nachteil verwandeln…

…es hier unendlich viel Fruechte gibt… Manzana, Platano, Sandia, Naranja, Granadilla, Palta, Melon, Chirimoya, Mandarina, Igo, Tuna, Durazno, Lucuma, Pera, Kiwi… mehrfallen mir jetzt nicht ein…

… man egal wo man ist, sich immer mal eben ein Taxi nehmen kann, das einen fuer wenig Geld ans Ziel bringt.

… die Busse hier alle 2 Minuten kommen. Hier steht man sich nciht stundenlang die Beine in den Bauch und aergert sich, weil man den Bus, der alle 2 Stunden faehrt gerade um 10 Sekunden verpasst hat.

…mich alle Peruaner mit offenen Armen empfangen.

…Peru und Peruaner unkompliziert sind.

…hier die Unordnung und das Chaos die Macht hat.

… es wunderschoene Natur gibt.

… es extrem viel Kultur und alte Braeuche gibt.

…Peruaner stolz auf ihr Land sind und zu ihrer Kultur stehen.

…Peruaner sich nicht den lieben langen Tag beschweren und ihr Land trotz all der Macken lieben.

…egal wo man ist, immer Musik laeuft, egal ob Cumbia, Salsa, Merengue, Reaggae, Rock oder Pop…

…Peruaner Gentlemen sind. Frauen sind hier die Koenige.

usw usf…

und nun ein paar Bilder:

artesanato

baum

chicas

chico

Emy

kueste

limon

mancora

Palta

parce

sunset

sunset2

paco

musik

vogel

Greta am Strand

Verfasst von: gretaarktis | Juni 3, 2009

Peruanisches Sushi

Ceviche 2

oder auch Ceviche

Wohl das meist konsumierte Gericht hier in Peru und eines der Dinge, auf die sie sehr, sehr stolz sind.

Ceviche ist eines der Landesgerichte Perus. Man kann es an so gut wie jeder Strassenecke kaufen (dies sollte man allerdings nur tun, wenn man die naechsten zwei Monate nichts vor hat und sich gerne fuer laengere Zeit in einem Krankenhaus aufhaelt), genauso aber auch in den besten Restaurants der Stadt oder aber so wie ich, in Piura in einem Ort, den man wohl zwischen den beiden einkategorieren wuerde, allerdings mit sehr, sehr grosser Tendenz zu Ersterem, was den Monat Durchfall vielleicht ein wenig verstaendlicher macht…

Cevicheria

Cevicheria1

Cevicheria2

Dies ist die beste Cevicheria der Stadt und stets ueberfuellt.

Auch mir hat das Ceviche hier so gut geschmeckt, dass ich gleich 3 Mal an nur einem Wochenende hierhin kam… Stets mit viel Ají (ein Gemuese, das so aussieht wie Paprika, einem allerdings die Zunge wegbrennt…), damit der Magen auch schoen gereizt wird…

Zum Cevichemachen benoetigt man stets viele Zitronen

Muell Limon

Denn Ceviche ist roher Fisch, der in Zitronensaftgebadet wird. Man sagt, dass das Bad im Zitronensaft so ist wie kochen und der Fisch von daher nicht wirklich roh sei.  Zum Fisch bekommt man stets auch eine gute Portion Cancha (das peruanische Popcorn… irgendwie frittierter Mais… auch oben auf dem Foto zu sehen) und manchmal eingelegte Kichererbesen oder Bohnen.

Ceviche kann man mit Fisch machen, mit Krabben oder allen Krabbel- und Glibschetierchen, die so im pazifischen Ozean rumblubbern.

Hier ein typisches Ceviche mixto mit schwarzen Muschen und Tintenfisch und Krabben:

Ceviche 1

Die ersten zwei bis drei Bekanntschaften, die ich mit Mr Ceviche machte, haben meinen Geschmacksnerven nicht so sehr gefallen… Doch ich wollte einfach nicht akzeptieren, dass ich das einzige Lebewesen in Peru bin, dem der rohe Fisch nicht schmeckt und beim 4. oder 5. Versuch hat es dann geklappt und ich hab direkt so viel Ceviche gegessen, dass es mir schlecht ging…

Cevicheria3

Wer nun Lust bekommen hat, kann es ja mal selber versuchen.

Doch stets aus meinen Erlebnissen lernen: beim ersten Mal wird es Euch nicht schmecken und stets in Massen und Ají ebenfalls nicht im Ueberfluss.

Verfasst von: gretaarktis | Mai 11, 2009

Menschenregale

Da ueberlegt man sich das Sterben doch mehrmals…

Friedhof1

 

Friedhof2

 

Dieser Friedhof befindet sich in Piura. In Lima gibt noch hoehere “Menschenregale”…

Doch wenn man genug Geld hat, kann man sich auch in einem schoenem sogenannten “Erinnerungspark” einbuddeln lassen… Dort gibt es auch ganz normale Graeber so wie hier in Deutschland, mit Gras und Blumen.

Ich hab mir ueberlegt, dass ich, sobald man mich denn entsorgen muss, keinen Platz mehr auf dieser Erde in Anspruch nehmen werde… Ich lass aus mir Asche machen =)

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